Es ist einer jener Tage, an denen Sie sich fragen:
Wann habe ich mich eigentlich zuletzt so richtig verwöhnt? Wann habe ich mal, wie früher, eine ganze Packung Champagner-Trüffel von Heinemann in Düsseldorf vernascht? Wann war ich zuletzt bei Dallmayr in München und habe den köstlichen Schinken mit Trüffel gekauft? Oder bin in den Keller, habe den Pomerol aus dem Regal gezogen und geöffnet. Für mich. Und ihn nicht aufbewahrt für Weihnachten, wenn die Familie kommt. Heute ist so ein Tag. Heute sind Sie dran! Ein, zugegeben, außergewöhnlicher Vorschlag. Man nehme Wein, Baguette und Camembert.

Der Wein, ein Roter, stammt möglichst aus dem Bordeaux oder aus der Bourgogne.
Baguette vom besten Bäcker der Stadt. Frisch, knackig, nicht zu viel Teig.
Und nun der Käse: ein Camembert aus der Normandie. Sein Merkmal: Au lait cru. Weich, sodass er noch nicht läuft, bei leichtem Druck auf die Oberfläche muss er nachgeben. Und, er muss fürchterlich nach Kuhstall riechen. Ja, richtig kräftig.
Wichtig: Ein Camembert de Normandie muss zwingend das “AOP“ Zeichen tragen (Appellation d’Origine Protégée). Er darf ausschließlich aus Kuh-Rohmilch (lait cru) von normannischen Kühen hergestellt werden.

Und nun die Action: Lieblingsmusik auflegen, Rotwein eingießen, ein Stückchen Weißbrot abbrechen, ein großzügiges Dreieck aus dem Camembert schneiden. Weißbrot mit Butter bestreichen, das Stück Camembert auflegen oder getrennt genießen. Abbeißen, Augen schließen, glücklich sein. Zum Abschluss einen kräftigen Schluck Rotwein.
Was glauben Sie, wie gut es Ihnen geht.
Herzlich ihr Joaquin de Belles Choses



